Stand-Up-Paddeln

Was tun, wenn kein Wind ist. Das haben sich bestimmt schon viele Windsurfer gefragt, wenn sie bei uns am See stehen und sich kein Blatt bewegt. Seit einigen Jahren kommt eine neue Sportart mehr und mehr in Mode, die hier Abhilfe schaffen kann. Das Stand-Up-Paddeln.

Stand-Up-Paddeln (kurz SUP) ist eine tolle Alternative bei wenig Wind. Im Prinzip geht es darum, mit einem langen Stechpaddel, auf einem Surfboard stehend, über das Wasser zu fahren. Man benötigt also bei weitem nicht so viel Material wie beim Windsurfen. Es reicht ein Surfboard, ein Paddel sowie geeignete Bekleidung und schon kann es losgehen.

 

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Hier beweist unser ehemaliger Sportwart Pit, dass er auch ohne Segel zügig über den See kommen kann. Wie man vielleicht erkennt nutzt Pit ein reines SUP Board, kein Windsurfboard.

 

Ähnlich wie beim Windsurfen haben sich auch beim Stand-Up-Paddeln schon einige Board Typen entwickelt, je nach Einsatzbereich. Unterschieden wird zwischen Wave-, Race- und Allround-SUP-Boards.

Bei Wave-SUP-Boards handelt es sich um Boards, die speziell für die Welle konstruiert sind. Sie sind kurz und drehfreudig, aber erreichen im Flachwasser nur niedrige Geschwindigkeiten.

Race-SUP-Boards sind für das Wettkampf orientierte Stand-Up-Paddeln ausgelegt. Durch die lange, schmale Form und das große Volumen der Boards gleiten sie leicht durch das Wasser. Im Gegensatz zu den anderen Board Typen, die rundlich sind, läuft diese Form zum Bug spitz zu. Race-SUP-Boards haben den Nachteil, dass sie relativ kippelig sind und sich nur schwer drehen lassen.

Allround-SUP-Boards (auch Touring- oder Exploring-Boards genannt) sind die beste Wahl für alle, die sich nicht auf eine Funktion festlegen möchten und einfach nur Spaß auf dem Wasser haben möchten. Wie der Name schon suggeriert, sind die Allround-SUP-Boards für alle Disziplinen geeignet. So eignet sich dieses Board zum normalen paddeln, um ein leichtes Wettrennen zu fahren oder um kleine Wellen ab zu surfen. Besonders ist dieser Typ von Board aber für SUP-Touren ausgelegt, bei dem man eine längere Strecke über Flüsse oder Seen paddelt. Sie sind länger und schmaler als die Wave-SUP-Boards aber nicht so kippelig wie Race-SUP-Boards.

SUP-Boards bestehen entweder aus GFK (günstiger) oder Carbon (leichter und teurer). Seit einiger Zeit werden aber auch die sogenannten "Inflatables" immer beliebter. Diese aufblasbaren SUP-Boards haben den Vorteil, dass sie leichter als die GFK oder Carbon Modelle sind und sich somit auch einfacher transportieren lassen. Sie lassen sich leicht zusammenlegen und finden in jedem Kofferraum Platz. Außerdem sind diese Boards mittlerweile sehr unempfindlich gegen Beschädigungen und lassen sich so stramm aufpumpen, dass die Boards sehr stabil werden. Man hat also kein Gefühl wie auf einem Gummiboot.

Neben dem Board wird natürlich noch ein Paddel benötigt, um vorwärts zu kommen. Auch hier gibt es eine riesige Auswahl mit unterschiedlichsten Längen, Formen und Farben. Da die Farbe ehr unwichtig ist, wollen wir uns kurz mit den wichtigen Dingen beschäftigen.

Die Länge der Paddel ist die wichtigste Eigenschaft. Ein SUP-Paddel sollte so lang sein, dass man, wenn man an Land steht, die Hand oben auf den Griff legen kann. Dabei sollte der Arm noch ganz leicht angewinkelt sein. Bei besonders dicken Boards, bei denen man hoch über der Wasseroberfläche steht, muss das Paddel etwas länger gewählt werden.

Für Einsteiger eignet sich besonders gut ein Variopaddel. Ein Variopaddel lässt sich in der Länge einstellen und könnte somit auch von allen Familienmitgliedern benutzt werden. Diese Paddel werden ähnlich wie Gabelbäume in der Länge verstellt (siehe Bild).

 

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Neben der Länge ist auch die Form des Blattes wichtig. Je nachdem, wer das Paddel nutzt, sollte eine unterschiedliche Größe gewählt werden. So nehmen Männer in der Regel größere Blätter (105 Square Inch) und Frauen ehr kleinere Blätter (90 Square Inch). Betrachtet man die Paddelrate, so empfehlen sich große Blätter, wenn man gemütlich cruisen will und kleinere, wenn man viele schnelle Schläge machen will.

Je nachdem wie wichtig einem der Sport ist, lässt sich bei der Wahl des Paddelmaterials viel Geld ausgeben. Günstige Paddel sind aus Aluminium und teure aus Carbon. Die teuren Carbon Paddel haben den Vorteil, dass sie leichter sind. Wer viel Paddeln möchte, wird es nach einer Zeit merken, wenn bei jedem Schlag 200 g weniger bewegt werden müssen. Für den normalen Baggerloch Paddler ist ein günstiges Aluminium Paddel aber absolut ausreichend!

Das "Stehpaddeln" ist also bestens geeignet, um bei Flaute die Kondition und das Gleichgewichtsgefühl zu verbessern. Auch während unseren Surfschulungen und beim Regattatraining kommen die langen Paddel zum Einsatz. Als Untersatz dienen bei uns die vorhandenen Windsurfboards, welche sich hierfür bestens eignen.

 

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