Riesen-SUP für Jugendliche mit Handicap
Unser Surfclub hat nun ein XXL-Stand Up-Paddling Board (SUP). Das ist zwei Meter breit und über fünf Meter lang. Das Board soll es vor allem Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen ermöglichen, Wassersport zu betreiben. Auf dem Board können bis zu vier Rollstühle festgezurrt werden. Insgesamt hat es eine Tragfähigkeit von 900 Kilo.
Weil das Handling des Riesenbretts und der Umgang mit Rollis geübt werden muss, haben unser Vereinsvorsitzender Nils Goebeler und sein Vorstandskollege Rainer Westermann Ende April 2026 an einer zweitägigen Schulung am Kemnader See in Bochum teilgenommen. Geleitet wurde das Event von Adrian Wachendorf von Nature-Guides, der Entwicklerfirma des Riesen-SUPs, sowie Patrick Moser, Referent beim Deutschen Rollstuhlsportverband. Zunächst bekamen Nils und Rainer und die anderen fünf Kursteilnehmer ein Basistraining im Rollstuhlfahren verordnet, um sich ein wenig in die Lage von Rollstuhlfahrern versetzen zu können. Danach erklärte Adrian Wachendorf das XXL-SUP. Das A und O ist dabei, dass die Rollstühle absolut sicher auf dem Board festgezurrt werden. Geübt wurde zudem, wie Rollifahrer und -fahrerinnen möglichst sicher und sanft aufs Board geschoben werden, welche Schwimmwesten im Notfall die besten sind und welche kleineren Stehpaddel-Bretter für Menschen mit Behinderungen in Frage kommen.
Für das Board hatte der Club einen Förderantrag beim Deutschen Behindertensportverband gestellt und überraschend schnell eine Zusage für eine 100-Prozent-Förderung bekommen. Das Geld für dieses Inklusionsprojekt stammt wiederum aus Mitteln der „Stiftung RTL – wir helfen Kindern e.V.“
In den nächsten Wochen will der Surfclub ein konkretes Konzept für die Nutzung des Riesen-SUPs ausarbeiten und ein Team dafür auf die Beine stellen. Wenn alles klappt, könnte das Inklusions-Board noch vor den Sommerferien genutzt werden.
